Geschichte

Es begann auf einem Müllhaufen

Als wir einige Wochen nach unserer Heirat 1984 die ersten Pflegekinder aufnahmen, hat Gott fast unmerklich Impulse in unser Leben gelegt. 1987/88, machte uns Jesus Seine Absichten für die Ärmsten und Kinder dieser Welt auf eindrückliche Art und Weise bewusst. 5 Monate lang lebten wir in Manila (Philippinen) in ärmsten Verhältnissen im Stadtteil Tondo. Wir arbeiteten auf dem Smokey Mountain – eine Müllhalde, auf der damals über 10.000 Menschen lebten – in verschiedenen Bereichen: Ernährung, Gesundheit und Sonntagsschule. Diese Zeit gehört nach wie vor zu den wertvollsten und schönsten unseres Lebens, denn uns wurde auf einzigartige Weise bewusst, warum die Ärmsten einen speziellen Platz im Vaterherzen Gottes haben. Seither hat uns diese Leidenschaft nicht mehr losgelassen.

Zurück in der Schweiz starteten wir mehrere Projekte unter Kindern, nahmen Pflegekinder auf und adoptierten später 4 Kinder. Es folgte eine schwierige Zeit in unserem Leben, in der Vieles nicht so lief, wie wir uns das vorgestellt hatten. Aber genau diese Zeit brauchte Gott, um uns zu verändern. Wir wurden barmherziger und lernten, uns nicht mehr über Leistung zu definieren, sondern in enger Beziehung mit Jesus zu leben. 15 Jahre später, 2008, wurde die Vision, den Ärmsten zu dienen, wieder in unserem Leben geweckt.

Auf nach Nepal

Die Erfahrungen auf dem Müllberg in Manila haben uns gelehrt, dass die freimachende Wirkung des Evangeliums entfaltet wird, wenn es ganzheitlich gelebt wird. Wenn die Ärmsten die Kraft Seines Wortes erfahren, wenn wir ihnen zu essen, zu trinken und Kleider geben und ihnen Zugang zu Bildung verschaffen. Das ermöglicht ihnen, sich eine eigene Existenzgrundlage aufzubauen.

Durch verschiedene Umstände rückte auf einmal Nepal in unseren Fokus und wir reisten 2011 das erste Mal dorthin. Von Anfang an legten wir den Schwerpunkt auf Beziehungen mit Nepalesen und auf nachhaltige Selbsthilfe. Daraus entstanden einige tragfähige und zum Teil sehr enge Freundschaften, durch die immer konkreter wurde, wie diese Selbsthilfe aussehen sollte.

Aus einer privaten Initiative hat sich seither dieses tragfähige Netzwerk entwickelt, aus dem die heutigen Arbeiten und Projekte entstanden sind.

Beatrice und Rolf Gugelmann