Wo wir uns engagieren

missionfactory Schweiz engagiert sich in Nepal, dem viertärmsten Land Asiens. Im UN-Weltentwicklungsbericht 2014 liegt das Land auf Rang 145 von 187 Ländern. Die »Schweiz des Ostens«, wie Nepal wegen seiner einzigartigen Schönheit auch genannt wird, ist aber auch in jeder Hinsicht vielfältig und vielsprachig. Es setzt sich zusammen aus vielen ethnischen Volksgruppen und Religionen.

Herausforderungen nach dem Erdbeben
Die Auswirkungen des verheerenden Erdbebens vom April 2015 haben die schwierigen Lebensbedingungen vieler Menschen zusätzlich massiv verschlechtert. Die z.T. schwer zugänglichen Regionen sowie die instabile politische Situation gestalten den Wiederaufbau sehr schwierig und herausfordernd.

Ressourcen
Nepal hat mehr Ackerfläche pro Kopf als die Schweiz und besitzt die zweitgrössten Wasservorkommen weltweit. Neben diesen natürlichen Ressourcen könnte der Tourismus einen wesentlichen Beitrag an das BIP des Landes leisten.

Bildungssituation
Die soziale, gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklung Nepals ist nur gewährleistet, wenn eine zukunftsorientierte Bildung für alle zugänglich ist. In Nepal hat jedes Kind Anrecht, den Unterricht in einer öffentlichen Schule bis zur 5. Klasse gratis zu besuchen. Trotzdem können sich in den Dörfern arme Familien mit mehreren Kindern die Schulbildung, wenn überhaupt, oft nur für ein Kind leisten, weil sie die Kosten für Schuluniform, Bücher etc. nicht aufbringen können. In vielen Fällen können Mädchen die Schule höchstens bis zur 4. Klasse besuchen, weil nach Meinung der Eltern, eine Bildung nicht länger notwendig ist, da das Mädchen die Familie später durch Heirat verlassen wird. Es erstaunt daher wenig, dass die Alphabetisierungsrate von Frauen über 15 Jahren 2010 nur bei 48.34% lag.

Im Gegensatz zu den Privatschulen weisen die öffentlichen Schulen eine markante Qualitätseinbusse auf. Kinder in öffentlichen Schulen erreichen generell selten ein Lern-Niveau, das ihnen weiterführende Bildungsmassnahmen ermöglicht. Diese und andere Situationen führen dazu, dass die jungen Leute nach Abschluss ihrer Schulzeit häufig eine Arbeit suchen, ohne eine weitere Ausbildung anzustreben; meistens als unterbezahlte Gastarbeiter im Ausland. Heute reisen täglich bis zu 2.000 arbeitsfähige junge Männer aus Nepal aus.